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Fläschchen fürs Baby – Do‘s and Dont‘s

Baby Fläschchen vor Mutter und Baby

Während Stillen nach Bedarf weit verbreitet ist, hört man eher weniger davon, dass man auch Fläschchen nach Bedarf geben kann. Jedoch gelingt es mit einigen Tipps und Tricks auch mit dem Fläschchen Babys bedürfnis- und bindungsorientiert zu füttern. Wir zeigen dir, auf was du achten solltest.

Stillen muss man sich vorstellen, wie ein mehrgängiges Menü mit kleineren und größeren Pausen dazwischen. Dabei ist Stillen weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es bedeutet Nähe, Geborgenheit und Wärme. Manchmal wollen Babys auch einfach nur nuckeln, das so genannte non-nutritive Saugen. Diese innige Verbindung zum Baby auch mit dem Fläschchen zu schaffen, ist nicht so einfach. Trotzdem kann man vieles dafür tun:

Baby-Fläschchen: 7 Tipps

Füttern, wenn der Hunger kommt

Was heißt das nun also? Genau wie beim Stillen sollte man es vermeiden, nach der Uhrzeit zu füttern, d.h., statt feste Fütterungsintervalle zu etablieren, sollte man sich an den Hungerzeichen des Babys orientieren.

Hungerzeichen: Daran erkennst du, dass dein Baby Hunger hat!

Eins vorweg: wenn dein Neugeborenes schreit, ist das immer ein spätes Hungerzeichen. Besser ist es, die Zeichen schon früher zu deuten und darauf zu reagieren. Keine Sorge: zu Beginn scheint dies eine unmögliche Aufgabe zu sein. Nach einiger Zeit wirst du aber besser darin, dein Baby „zu lesen“.

  • Dein Baby fängt an, sich zu bewegen
  • Das Köpfchen bewegt sich suchend hin und her
  • Der Mund öffnet sich

Nun weißt du, wann es Zeit wird, dein Baby zu füttern. Und jetzt?

Eine Frage der Perspektive

Nicht nur beim Stillen kann man verschiedene Positionen einnehmen. Auch wenn das Fläschchen kein Körperteil von dir ist, kannst du es trotzdem in engem Körperkontakt zu deinem kleinen Schatz geben. Gern auch Haut an Haut und so, dass ihr euch anschauen könnt – das stärkt euer Bonding. Also kuschelt euch ein und los geht’s!

Bring dein Baby außerdem am besten in eine aufrechte Position. So hat es mehr Kontrolle über das Fläschchen.

Hinweis: Solltest du dein Baby ausschließlich mit dem Fläschchen füttern, kannst du gern den Nuckel oder auch deinen Finger anbieten, um den Saugreflex zu stimulieren. Denn Säuglinge heißen nicht umsonst so :). Alle anderen: Eure Stillbeziehung sollte erst gefestigt sein, um eine Saugverwirrung zu vermeiden.

Aktion und Reaktion

Dein Baby sollte seinen Mund von selbst öffnen und den Sauger des Fläschchens umschließen. Um es dazu zu animieren, kannst du mit dem Sauger oder mit deinem Finger sanft seine Lippen berühren. Bitte vermeide es, die Flasche in den noch geschlossenen Mund zu führen.

Pausen erlauben

Dem Baby das Fläschchen zu geben ist einfach schneller, als den ganzen Tag zu stillen? Wenn du die Flasche auf Ex leeren lässt, kann das wohl der Fall sein. Besser ist es aber, wenn du dir für jede Fläschchen-Mahlzeit auch ausreichend Zeit nimmst. Am Anfang kann das auch gut und gerne mal 20-30 Minuten dauern.

Achte auf die kleinen Zeichen deines Babys, die dir sagen, dass es eine Pause braucht. Außerdem kannst du nach der Hälfte dein Baby auf die andere Seite nehmen – ihm quasi die andere Brust anbieten 🙃. Der Wechsel stärkt zusätzlich die Augen-Hand-Koordination.

Rechnet man dann noch mit ein, dass all die Fläschchen zubereitet und anschließend auch wieder gereinigt werden müssen, ist das Fläschchen nicht wirklich die schnellere Alternative. 

Aufhören, wenn’s genug ist

Fläschchen geben nach Bedarf heißt, dass das Baby entscheidet wann es satt ist. Auch wenn dies bedeutet, so manch halb leeres Fläschchen in den Ausguss schütten zu müssen. Es ist okay, deinem Baby nach einer Pause die Flasche noch einmal anzubieten. Du solltest es jedoch nicht dazu animieren, unbedingt austrinken zu müssen.

Es ist besser häufig kleinere Mahlzeiten zu füttern als selten größere.

Fläschchen ist nicht gleich Fläschchen

Auch die Auswahl des Fläschchens kann sich positiv oder negativ auswirken. Es ist ratsam, gerade zu Beginn einen Sauger mit einem kleinen Saugloch einzusetzen, damit die Fließgeschwindigkeit besser reguliert werden kann. Dadurch lernt dein Baby, sein Hunger- und Sättigungsgefühl besser wahrzunehmen.

In Studien wurde übrigens herausgefunden, dass Babys aus schwereren, undurchsichtigen Fläschchen weniger zu sich nehmen¹⁺². Das lässt den Schluss nahe, dass wir Mamis unsere Kleinen eben doch dazu ermuntern, weiter zu trinken. Denn die Angst, dass unsere Babys nicht satt werden, steckt wohl tief in uns drin :).

Tipp: Zieh doch einfach eine kleine Socke über das Baby-Fläschchen. So nimmst du dir den unterbewussten Druck.

Mama und Papa sind die besten

Auch wenn ein Vorteil des Fläschchens ist, dass das Füttern theoretisch auch von anderen übernommen werden kann, so sollte man den Personenkreis doch stark eingrenzen. Klar kann auch Papa ran, aber müssen es wirklich Oma, Tante, Cousine, Bruder, Schwester und Co. sein?

Besser ist es, wenn das Fläschchen geben den engsten Bezugspersonen des Babys überlassen wird.

Hast du schon unsere Erfahrungsberichte gesehen? Egal ob Vollstillen, Zwiemilch oder Fläschchen – wir sind für alle Milchmamis da! Schau doch mal rein.

Quellen:

¹ A pilot study comparing opaque, weighted bottles with conventional, clear bottles for infant feeding
Ventura, Alison K and Rebecca Pollack Golen. Appetite vol. 85 (2014): 178-84. DOI: 10.1016/j.appet.2014.11.028

² Effects of opaque, weighted bottles on maternal sensitivity and infant intake
Ventura, AK, Hernandez, A. Matern Child Nutr. 2019; 15:e12737. DOI: https://doi.org/10.1111/mcn.12737

Europäische Laktationsberaterinnen Allianz, Fachjournal „Laktation und Stillen“, 2013: https://www.elacta.eu/Flaschen

Stillen-Institut, Fachinformationen: https://www.stillen-institut.com/de/begleitung-von-frauen-die-ihr-kind-mit-der-flasche-fuettern.html

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