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Ist Ingwer-Tee beim Stillen erlaubt?

Ist Ingwer-Tee beim Stillen erlaubt?

Gerade während des Stillens haben viele Mamas Durst. Da immer nur Wasser auf Dauer sehr eintönig sein kann, sind ungesüßte Tees eine gute Idee. Aber Achtung: Nicht jeder Tee ist dafür geeignet! Wie sieht es also mit Ingwer-Tee in der Stillzeit aus?

Ist Ingwer-Tee beim Stillen erlaubt?

Die gute Nachricht vorweg: Der Verzehr von Ingwer-Tee beim Stillen ist kein Problem!

Wie bei allen anderen Tees gilt jedoch auch: Die Menge machts!
Denn gerade Kräutertees haben neben ihrer Heilwirkung auch oft Nebenwirkungen, wenn man zu viel davon konsumiert. Wusstest du, dass Ingwer seit 1997 ins Deutsche Arzneimittelbuch aufgenommen wurde wegen seiner Wirkung gegen Reiseübelkeit und “dyseptische Beschwerden”?

2018 wurde Ingwer sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt.¹

Auf diesen Tee solltest du lieber verzichten:

Minze, Salbei und Hibiskus solltest du vorerst von deiner Einkaufsliste streichen, denn sie gelten als hemmend für die Milchbildung. Bei Kräuter- oder Früchtemischungen lohnt es sich deshalb, genau auf die Zutaten zu achten.

Wenn du zu viel Milch produzierst, kann gezielt eingesetzt beispielsweise Minztee helfen. Auch beim Abstillen kann er unterstützend sein.

Bei einem Minzblatt als Deko musst du aber nicht gleich in Panik verfallen ;).

Nur in Maßen solltest du koffeinhaltige Teesorten, wie Grün- und Schwarztee trinken. 2-3 Tassen täglich sind ok, sofern du nicht noch zusätzlich Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu dir nimmst.

Die Wirkung von Ingwer-Tee

Während es ganze Bücher zum Thema Ingwer gibt, hier die drei wichtigsten Facts für dich in Kürze:

Top gegen (Reise)Übelkeit

Wie oben schon erwähnt, hilft Ingwer bei Übelkeit. Werdende Mamas können damit zumindest leichte Symptome von Schwangerschaftsübelkeit mildern.

Regt die Verdauung an

Frisch gebackene Mamas kämpfen in der ersten Zeit nach der Geburt oft mit einer veränderten Verdauung. Ingwer wirkt als natürliches Heilmittel.

Vermutet wird, dass er indirekt ebenfalls dem kleinen Babybäuchlein bei Blähungen und Magenbeschwerden helfen kann.

Hilft bei Erkältung 🤧

Die in Ingwer enthaltenen Scharfstoffe sollen entzündungshemmend wirken und wärmen von Innen. In der Erkältungszeit tut ein frischer Ingwer-Tee daher besonders gut.

Management

Tipp: Auch wenn Ingwer-Tee (unabhängig vom Stillen) viele positive Effekte auf den Körper hat, wechsel auch mal zu anderen Teesorten oder noch besser zu Wasser, um deinen Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Solltest du Ingwer in konzentrierter Form, zum Beispiel als Kapseln, zu dir nehmen wollen, besprich das am besten mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

Regt Ingwer die Milchbildung an?

Die Wunderwurzel aus den Tropen ist auch längst in europäischen Küchen heimisch. Egal ob als wohlig-warmer Ingwer-Tee, exotisches Gewürz in Speisen oder hoch konzentriert als Shot – Ingwer erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Kein Wunder also, dass auch die Importe nach Deutschland von Jahr zu Jahr ansteigen.² 

Doch in ihrer Heimat, in China und Südostasien, gilt Ingwer auch als wirkungsvolles Galaktagogum. 

Als Galaktagogum bezeichnet man einen Wirkstoff, der die Milchbildung (Laktation) fördert. Das Wort selbst ist eine Zusammensetzung aus den griechischen Wörtern „galakt“ (= Milch) und „agogum“ (= treibend, führend).

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zählt Ingwer zu den “wärmenden Lebensmitteln” und wird Frauen nach der Geburt gegeben, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und den Milchfluss in Schwung zu bringen. Spezielle “heilende” Rezepte werden sogar von Generation zu Generation weitergegeben. 

Tatsächlich ist die milchbildende Wirkung von Ingwer beim Stillen bisher nicht eindeutig wissenschaftlich belegt. Es gibt zwar einige vielversprechende Studien zu diesem Thema, aber es bedarf weiterer Forschung auf diesem Gebiet. ³⁺⁴ 

Auswirkungen auf den Geschmack der Muttermilch

Sehr intensiv-schmeckende Lebensmittel können den Geschmack deiner Muttermilch verändern, beispielsweise Knoblauch, Chili oder eben Ingwer.

Die meisten Babys haben mit dem Geschmacksunterschied jedoch kein Problem. Das liegt unter anderem daran, dass auch schon während der Schwangerschaft Geschmacksnuancen deiner Nahrung ins Fruchtwasser übertragen werden und Babys dieses schlucken.

Solltest du jedoch das Gefühl haben, dass dein Baby komisch reagiert, nachdem du ein besonders intensives Lebensmittel verzehrt hast, lasse es lieber erst mal weg. Du kannst es nach einer Weile noch einmal versuchen und schauen, ob dein Kleines ähnlich darauf anspricht.

Ingwer-Tee: So gelingt er!

Zutaten (für eine Tasse):

  • ein Stück frischer Ingwer
  • Kochendes Wasser
  • Bei Bedarf Honig oder Zimt

Tipp: Am besten zu Bio-Ingwer greifen, damit du du auch die Schale nutzen kannst.

Zubereitungsschritte:

  • Ingwer waschen
  • Ein ca. 1cm großes Stück abschneiden und in möglichst dünne Scheiben schneiden
  • Für ein noch intensiveres Geschmackserlebnis kannst du den Ingwer auch klein reiben
  • Mit kochendem Wasser übergießen und abgedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen
  • Nach Wunsch mit Honig oder Zimt verfeinern

Also wenn der Alltag wieder stressig ist: Einfach entspannt stillen und (Ingwer)-Tee trinken 😊!

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