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Reverse Pressure Softening – das hilft, wenn die Brust beim Stillen zu prall ist

Reverse Pressure Softening

Die Reverse Pressure Softening Methode

Gerade in der ersten Woche nach der Geburt, fühlt es sich bei vielen Frauen an, als würde die Brust mit dem Milcheinschuss förmlich explodieren. Sie ist gespannt und prall wie ein Luftballon.

Hier spricht man von der initialen Brustdrüsenschwellung. Das ist nicht nur für die frischen Mamas unangenehm, auch für die Babys kann es das Andocken erschweren. Denn durch die Spannung flacht die Brustwarze oft ab und das Baby hat Probleme, sie zu erfassen.

Wenn das Baby wiederum nicht richtig angelegt wird, kann es zu vielen unerwünschten Nebenwirkungen kommen, z.B. zu schmerzenden Brustwarzen oder zu einer verringerten Milchproduktion.

Eine einfache Methode, die sich „Reverse Pressure Softening“ nennt, verspricht Abhilfe zu schaffen. Mit Hilfe dieser Massage-Technik wird der Bereich rund um die Brustwarzen temporär von Flüssigkeit befreit, so dass das Baby trotz Milcheinschuss einfacher andocken kann. Entdeckt wurde die Verfahrensweise von der Laktationsberaterin Jean Cotterman (IBLC).

Vorteile von Reverse Pressure Softening

Management
  • Schmerzminderung bei spannenden Brüsten
  • Vorbeugung von wunden Brustwarzen
  • Leichteres und tieferes Erfassen der Mamille durch das Baby
  • Triggern des Milchspendereflex

Reverse Pressure Softening - Anleitung

Und so geht die Massage-Technik:

  • Lege deine Fingerspitzen auf das Gewebe rund um deine Brustwarze
  • Erzeuge einen sanften und steten Druck und halte diesen für ca. 30-60 Sekunden
  • Anschließend wechsel die Position deiner Finger und wiederhole die ersten Schritte
  • Wiederhole bis rund um die Brustwarze ein weicher „Ring“ entstanden ist
  • Lege dein Baby an oder pumpe ab

Hinweis: RPS wirkt nur für 5-10 Minuten, bevor die Flüssigkeit wieder zurückfließt. Es ist daher wichtig, direkt nach der Massage zu stillen oder abzupumpen.

Es gibt verschiedene Varianten für die Durchführung – grundsätzlich ist jede Fingerkombination möglich. Du kannst zum Beispiel die Daumen nutzen oder zwei bis drei aneinander gelegte Finger. Das Ganze geht zudem mit einer Hand oder mit zwei Händen. Und du kannst dir sogar ein kleines Hilfsmittel „basteln“. Schau einfach mal, was für dich am besten passt.

In dieser Infografik sind die wichtigsten Handgriffe für dich zusammengefasst:

Tipps & Tricks

  • Kurze, rund geschnittene Nägel sorgen dafür, dass du dich selbst nicht verletzt 
  • Drücke nicht zu fest! Die Massage sollte nicht schmerzhaft sein
  • Je fester die Brust ist, desto länger dauert es, bis das Gewebe weicher wird 
  • Das Anlegen klappt am besten innerhalb einer Minute nach RSP
  • Wenn RPS nicht genug ist, kann es helfen anschließend die Brust mit der Hand auszustreichen 
  • Du kannst die Massage vor jeder Still-Session anwenden, bis du es nicht mehr brauchst
  • Bei starker Schwellung kann es angenehm sein, sich dabei auf auf den Rücken zu legen 

Weitere Tipps beim Pumpen:

  • Auch vor dem Abpumpen kannst du Reverse Pressure Softening anwenden, um den Brustwarzenhof weicher zu machen
  • Nutze ein niedriges oder mittleres Vakuum, damit die Schwellung nicht direkt wieder zurück kommt
  • Um mehr Milch zu entnehmen, kannst du eine Pause machen und die Massage wiederholen
Quellen:

¹ Kellymom, Engorgement Help: Reverse Pressure Softening: https://kellymom.com/bf/concerns/mother/rev_pressure_soft_cotterman/

² EISL, Brustmassage https://www.stillen-institut.com/de/brustmassage.html

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